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LCD-Projektoren

Wer von dem ungeheueren Aufwand eines Röhrenprojektors abgeschreckt wird, jedoch nicht auf das Erlebnis Großbild verzichten möchte, der sollte die Anschaffung eines LCD-Projektors in Erwägung ziehen.

 

Ursprünglich für Präsentationen im PC-Multimediabereich entwickelt, hat die LCD Technologie im Laufe der neunziger Jahre auch im Heimkinobereich Einzug erhalten und gegenüber anderen Projektionstechniken wie Röhre oder DLP die Marktführung übernommen. Grund hierfür sind die hohen Leistungsmerkmale kombiniert mit sehr leichter Installation, kompakten Ausmaßen und bezahlbaren Preisen. Heute sind LCD Projektoren die mit Abstand meist verkauften Projektoren sowohl im kommerziellen als auch privaten Bereich. Sie sind in allen Preis- und Ausstattungsklassen erhältlich und ihre Aufstellung gestaltet sich im Vergleich zu Röhrenprojektoren als nahezu "kinderleicht".
Ihre Ausmaße sind nicht wesentlich größer als die eines Diaprojektors und auch die Aufstellung gestaltet sich ähnlich leicht.

Projektionstechnik
Ein LCD-Projektor arbeitet prinzipiell wie ein Diaprojektor. Im Inneren des Gerätes befinden
sich drei winzig kleine LCD-"Dias" (Panels) mit einer Diagonale von nur 0,9 Zoll. Diese kleinen Panels bestehen aus unzählig vielen Flüssigkristall-Zellen, von denen jede einem Bildpunkt entspricht (bei einem XGA Projektor z.B. 1024 x 768 = 786432).

Da die verwendeten Panels monochrom arbeiten, werden drei separate Panels für jede einzelne Grundfarbe benutzt. Die drei Bilder werden anschließend optisch kombiniert und als Farbbild auf die Leinwand projiziert.

Um aus dem Weißlicht der verwendeten Lampe die einzelnen Grundfarben zu erzeugen sind teildurchlässige Spiegel und Prismen notwendig. Diese Spezialspiegel lassen grundsätzlich nur Licht einer Wellenlänge (Farbe) hindurch und reflektieren das restliche Licht.
Das folgende Diagramm zeigt den theoretischen Aufbau eines LCD-Projektors:

Der erste teildurchlässige Spiegel ist nur für blaues Licht durchlässig und reflektiert das Restlicht, das Gelb erscheint. Das blaue Licht wird über einen normalen Spiegel in das erste LCD Panel geleitet. Das gelbe Restlicht hingegen trifft erneut auf einen halbdurchlässigen Spiegel, der rotes Licht passieren lässt und den grünen Lichtanteil in das zweite LCD Panel reflektiert. Das rote Licht wird über zwei weitere Spiegel in das dritte LCD Panel gelenkt. Die jeweiligen LCD Panels arbeiten als Filter und lassen, der ihnen zugeordneten Farbe entsprechend, nur dort Licht hindurch, wo es auf dem zu projizierenden Bild notwendig ist. Dieser Zyklus wiederholt sich Bild für Bild, bei Standardvideo 50 bzw. 60 mal pro Sekunde.
Nachdem die drei Grundfarben die jeweiligen LCD Panels passiert haben, werden sie von einer Kombination aus Spezialprismen wieder zusammengebündelt und verlassen den Projektor durch eine gemeinsame Optik, die sie als fertiges buntes Bild an die Leinwand projiziert.
Die einzelnen LCDs müssen so präzise im Projektor installiert sein, dass sie genau deckungsgleich arbeiten (Konvergenz). Dieser Anspruch ist unter anderem ein Grund für die recht hohen Herstellungskosten von 3 Panel LCD Projektoren. Um aufwendige Konvergenzeinstellungen wie bei einem Röhrenprojektor muss sich aber der Endkunde zumindest keine Sorgen mehr machen.

Bildqualität
So praktisch diese Methode der Bilddarstellung auch klingen mag, sie bringt jedoch Probleme mit sich, die sich störend auf die Bildqualität auswirken können. Hauptproblem ist hier die Auflösung der einzelnen LCD-Panels. Auf ungeheurem kleinen Raum sind hundert Tausende von Bildpunkten vorhanden, die alle unabhängig voneinander ansteuerbar sein müssen. Hier liegt der grundsätzliche Unterschied zwischen LCD-Projektoren verschiedener Preisklassen. Ältere und einfache Modelle verfügen oft nur über eine ausreichende oder mangelhafte Auflösung, die unter der Auflösung der PAL bzw. NTSC-Norm liegt (vergleiche Kapitel 4.2: Auflösung). Das Ergebnis ist ein "gerastertes" Projektionsbild, bei dem man die einzelnen Bildpunkte deutlich erkennen kann. Das Bild wirkt, als ob man es durch ein Fliegengitter betrachten würde. Abhilfe kann hier nur ein Unscharfstellen des Bildes schaffen.
Neuere und teurere LCD Projektoren verfügen über wesentlich mehr Bildpunkte, die auf der Leinwand wesentlich kleiner erscheinen und eine viel höhere Detailwiedergabe ermöglichen. Je höher die Auflösung, desto feingerasterter das Bild. Zwar sind zwischen den einzelnen Bildpunkten, bedingt durch die LCD Technologie, immer noch kleine schwarze Abstände vorhanden, aber bei angemessener Bildgröße und Betrachtungsabstand sind diese nicht mehr wahrnehmbar.

Ein weiteres Problem, das durch die LCD-Technik entsteht, ist der nicht perfekte Schwarzpegel. Die LCD Panels lassen immer ein gewisses Restlicht hindurch und selbst bei einem völlig schwarzen Bildsignal erscheint das projizierte Bild eher dunkelgrau als schwarz. Dies macht sich besonders bei dunklen Szenen (z.B. Nachtaufnahmen) störend bemerkbar, wo die Bildtiefe deutlich leidet. Auch die Letterboxbalken eines Filmes sind dunkelgrau statt schwarz. Allerdings ist dieses Problem bei genauer Betrachtung auch in öffentlichen Film-Kinos vorhanden. Nur selten ist in einem öffentlichen Kino schwarz auch wirklich schwarz. Doch die LCD-Technik bietet auch Vorteile gegenüber der Röhrentechnik: LCD Displays arbeiten, im Gegensatz zu Röhren, grundsätzlich nicht im Zeilensprungverfahren. Bei herkömmlichen (Interlaced) Bildsignalen muss daher das interne Videoboard aus den Halbbildern ein Bild errechnen, das auf die Auflösung der LCD Panels angepasst ist (Deinterlacing).
Das Bild wird nicht mehr durch Halbbilder erzeugt und der störende Interlace-Effekt entfällt. Damit bieten LCD / DLP Projektoren bei Standard-Interlaced-Video-Signalen einen entscheidenden Vorteil gegenüber Röhrenprojektoren.
Viele LCD-Geräte haben jedoch schwache interne Lösungen für das Deinterlacing. Für eine optimale Bildwiedergabe ist man somit häufig auf einen externen progressiven DVD-Player, Scaler oder Heimkino PC angewiesen. Im Gegensatz zu den teureren DLP-Geräten findet man selten gute interne Verarbeitungschips wie Faroudja´s DCDi Technik. Aber auch hier gibt es Ausnahmen, z.b. das neue Gerät von Yamaha, das wir hier bald vorstellen werden.
Jedenfalls kommen die meisten LCD-Projektoren mit externen Scalern oder Heimkino PC´s ganz gut zurecht, ohne Bildruckeln oder Tearing (Zerreissen von Bildinhalten bei Bewegung) zu erzeugen.

Die weitere Güte der Bewegtdarstellung hängt von der Trägheit der verwendeten Panels ab, leichte Nachzieheffekte sind in der Regel aber nur aus ganz geringer Entfernung zum projizierten Bild zu sehen.
Die Durchleuchtung durch eine einzige Halogenlampe erzeugt außerdem ein konstant ausgeleuchtetes Bild
ohne jeglichen Flimmereffekt (wie bei einem 100Hz Fernseher). Allerdings ist bei dem Kauf des Projektors darauf zu achten, dass der Projektor die gesamte Bildfläche gleichmäßig ausleuchtet und keinen "Hot Spot" (d.h. wesentlich höhere Helligkeit in der Bildmitte) aufweist. Doch moderne LCD Projektoren haben dieses Problem eher selten.

Auch die Farbwiedergabe ist von Projektortyp zu Projektortyp sehr unterschiedlich. Viele LCD Projektoren sind auf Computerbildprojektion optimiert und haben dadurch eine eher unnatürliche Farbwiedergabe. Für das Heimkino sollte man also auf LCD Projektoren, die auf Filmwiedergabe optimiert sind, zurückgreifen. Hier ist die Farbdarstellung bei vielen neuen Modellen sehr ordentlich und steht der von z.B. DLP Projektoren (siehe 5.3) nicht unbedingt nach.
Hauptprobleme bei LCD-Technik sind mögliche Pixelfehler, Shading (Farbverläufe zu den Ecken oder Kanten des Bildes) und vertikale Streifen. All diese Fehler können auftreten, müssen aber nicht, je nach Qualität des Modells.

Installation
Enorme Vorteile bietet der LCD Projektor, wie bereits oben erwähnt, durch seine einfache Installation. Die Bildgröße ist bei guten Geräten durch ein Zoom-Objektiv justierbar und damit der Projektor-Bild-Abstand variabel. Allerdings fällt der Projektionsabstand recht hoch aus. Für größere Bilddiagonalen muss ein LCD Projektor in der Regel hinter der Sitzposition im Raum und damit zwangsläufig an der Decke montiert werden. Die Bildeinstellungen selber sind mit ein paar Handgriffen am Gerät und auf der Fernbedienung in wenigen Minuten vollzogen. Durch seine relativ geringen Ausmaße ist ein LCD Projektor portabel und kann nach dem Filmvergnügen im Schrank verstaut werden oder bei Freunden auf Partys zum Einsatz kommen.
Einziger Installationsnachteil gegenüber dem Röhrenprojektor ist die hohe Geräuschkulisse. Da die verwendeten Lampen sehr heiß werden, benötigt der Projektor starke Kühlventilatoren, die besonders bei ruhigen Filmszenen störend auffallen. Von Spezialanbietern sind zwar spezielle Schalldämpfgehäuse erhältlich, allerdings sind diese sehr kostspielig und eliminieren das Problem nicht vollständig. An ein gewisses Grundrauschen muss man sich also gewöhnen.

Besonderheiten
Die Vorteile einer 16:9 enhanced DVD lassen sich nur dann ausnutzen, wenn der LCD Projektor über eine ausreichende Auflösung (mindestens XGA) und eine 16:9 Umschaltung verfügt. Von bestimmten Herstellern, werden auch spezielle 16:9 LCD Projektoren angeboten, die über 16:9 LCD-Panels verfügen und somit den vollen Auflösungsgenuss des DVD Mediums erlauben.
Lebensdauer und Preis der Lampen variieren von Projektortyp zu Projektortyp und sollten beim Fachhändler vor dem Kauf erfragt werden. Durchschnittlich liegt die Lebensdauer bei 1000 bis 2000 Stunden. Eine neu entwickelte Projektionslampe aus dem Hause Philips, die UHP (Ultra High Pressure) Lampe, verfügt über eine enorm hohe Lebensdauer von bis zu 6000 Betriebsstunden. Projektoren, die diese neuartige Lampe verwenden sind daher wesentlich wirtschaftlicher: Immerhin kosten Ersatzlampen zwischen € 250.- und € 500.-. Auf sachgemäße Bedienung muss ebenfalls geachtet werden. Besonders häufiges Ein- und Ausschalten des Projektors sowie vorzeitiges Trennen vom Netz nach Gebrauch verkürzen die Lebensdauer ungemein. Die Lampe kann wie eine herkömmliche Zimmerglühlampe plötzlich durchbrennen und der Kauf einer Ersatzglühlampe wird nötig.
Beim Kauf von gebrauchten Projektoren ist hier vor allem Vorsicht geboten. Das gesparte Geld kann man leicht durch das kostspielige vorzeitige Ersetzen der Glühlampe wieder verlieren.

Alles in allem bietet der LCD Projektor eine weniger aufwändige Alternative zum Röhrenprojektor, die allerdings eine nicht ganz so große Bildwiedergabe ermöglicht. LCD-Technik ist Leuten zu empfehlen, die preiswerte Technik suchen und denen helle, pixelscharfe Bilder wichtiger sind als hohe Bildtiefe. Die Vielzahl der unterschiedlichen Ausstattungsvarianten, die sich direkt auf die Bildqualität auswirken, erfordert den Rat eines Fachmannes oder einen genauen Angebotsvergleich. Preislich sind Einstiegsmodelle ab 2000.- Euro erhältlich, HighEnd Geräte liegen bei 6000.- - 8000.- Euro.